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Donnerstag, 5. November 2009

Die türkische Gastfreundschaft

Die türkische Gastfreundschaft.
Du kommst als Fremder und gehst als Freund! So lautet ein türkisches Sprichwort. Hiermit ist die weltbekannte herzliche Gastfreundschaft der Türken gemeint. Eine Gastfreundschaft, wie sie wirklich selten auf der Welt ist. Sie kommt von ganzem Herzen. Sollten Sie einmal das Glück haben und bei einer Familie eingeladen werden, genießen Sie es. Die Frau des Hauses wird an Speisen auffahren, dass sich der Tisch biegt. Man nimmt sich viel Zeit beim Essen. Selbst der ärmste Bürger möchte seinen Gast (Konuk) auf beste Weise ehren.

Im übrigen ist die türkische Gastfreundschaft sehr großzügig. Niemand erwartet von Ihnen als Ausländer, dass Sie mit allen Einzelheiten der türkischen Kultur vertraut sind. Benehmen Sie sich einfach so, wie Sie sind und seien Sie nicht verkniffen oder verklemmt. Wenn sie einen vermeintlichen kleinen Fehler machen, man wird darüber hinwegsehen.
Adnan Dincer

Das blaue Auge

Das blaue Auge
Jeder von Ihnen kennt es, hat es schon einmal irgendwo gesehen. Ein blaues Auge. Aber wer kennt die Bedeutung, die das blaue Auge hat? Warum man es trägt, oder irgendwo befestigt? Hier ist die genaue Erläuterung!

Die Türken sind ein abergläubiges Volk. Deshalb lassen sich auch viele aus dem Kaffeesatz (Fal) oder aus der Hand lesen. Vielleicht kommt etwas gutes dabei raus. Wer weiss? Nach altem Volksglauben schützt man sich mit dem blauen Auge (genannt Boncuk) vor dem "bösen Blick", der vor allem Kleinkinder, Vieh, Fahrzeuge und alles Wertvolle und Schöne gefährdet. Das blaue Auge gibt es in jeder Form. Als Amulett oder aber auch als Glasperle, als Armreif oder Halsband. Jedem, wie er es gerne hätte. Verantwortlich für den "bösen Blick" ist der übel wollende Neid.
Adnan Dincer